Gewöhnliche Vogelmiere

Kordula Müller • 3. Februar 2026

Gewöhnliche Vogelmiere 

Vogelmiere
Vogelmiere: Erst im Garten, dann im Quark – macht den müden Körper stark!

Wichtigstes Erkennungsmerkmal der Gewöhnlichen Vogelmiere (Stellaria media) ist die einreihige Behaarung der rundlichen Stängel, die sogenannte Haarlinie. Sie ist oft nur mit einer Lupe oder im Gegenlicht zu erkennen.

Ein weiteres typisches Erkennungsmerkmal entdeckst du, wenn du den Stängel vorsichtig auseinanderziehst: Ein fadenförmiges Leitbündel, auch „Hühnerdarm“ genannt, kommt zum Vorschein.

Die Blüten haben fünf sternförmige weiße Blütenblätter, die tief eingeschnitten sind, aber nicht so tief wie üblich, und erscheinen meist in Dreierbüscheln am Ende der Stängel.

Die kleinen, eiförmigen bis spitzen Blätter sitzen gegenständig an den Trieben. Die Blätter sind etwa einen Zentimeter lang und einen halben Zentimeter breit. 

Die Pflanze kannst du fast das ganze Jahr über sammeln: Sogar im Winter, wenn kein Schnee liegt. Frisch geerntet schmeckt sie knackig wie ein junger Maiskolben. Alle oberirdischen Teile der Vogelmiere (Blätter, Stängel und Blüte) kannst du verwenden. Sie lässt sich sehr gut für Wildkräutersalate, Wildkräutersuppen, Kräuter-Dips oder als Pesto verwenden.

Die Vogelmiere ist ein wichtiges, gesundes und wohlschmeckendes Wildkraut, denn sie ist reich an Chlorophyll und Mineralsalzen (insbesondere Kalium, Calcium und Magnesium - ein Vielfaches mehr als z. B. im Kopfsalat). Außerdem enthält sie Carotinoide und Vitamin C. Bereits 50 g Vogelmiere decken den Tagesbedarf an Vitamin C eines Menschen.

In der Volksheilkunde und Naturheilkunde gilt die Vogelmiere als harntreibend, schleimlösend, den Organismus kräftigend und auf der Haut wundheilend und juckreizstillend.

Die Vogelmiere ist – wie der Name schon sagt – auch eine beliebte Futterpflanze für Vögel. Hühner oder anderes Geflügel, aber auch Ziervögel wie Wellensittiche oder Kanarienvögel knabbern gern an dem frischen Grün der Blätter und den Samen.

Vogelmieren-Pesto: 

Du brauchst:
  • 2-3 Handvoll frische Vogelmiere (gewaschen)
  • 50g Nüsse (z. B. Walnüsse oder Sonnenblumenkerne)
  • 50g Parmesan oder Hefeflocken (für die vegane Version)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Ein Spritzer Zitronensaft & eine Prise Salz/Pfeffer
  • ca. 100-150ml hochwertiges Olivenöl

So geht’s:
  1. Die Vogelmiere grob hacken.
  2. Nüsse in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten (für extra Aroma!).
  3. Alle Zutaten in einen Mixer geben oder mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten.
  4. In ein sauberes Glas füllen und mit einer Schicht Öl bedecken – so hält es sich im Kühlschrank ein paar Tage.

Tipp: Schmeckt nicht nur zu Pasta, sondern auch fantastisch als Aufstrich auf frischem Bauernbrot! 

Liebe Grüße 
Kordula von WiesenWuid 

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